Überdrehte spanische Farce von Manuel Gomez Pereira ("Die Last mit der
Lust"), der seine fünf Hauptdarstellerinnen Marisa Paredes, Carmen
Maura, Veronica Forque, Mercedes Sampietro und Bettiana Blum als
attraktiv-provokante, reife Frauen präsentiert und eine Lanze für
aufregenden Sex auch im fortgeschritteneren Alter bricht. Die Verbeugung
vor Spaniens Regiemeister Pedro Almodóvar - bei dem Paredes, Maura und
Forque tragende Rollen spielten - erreicht einen komischen Höhepunkt,
wenn Paredes' Schauspielerin mit "Almodóvars Maura" verwechselt wird.
Dieser bunte und überdrehte Slapstick ohne jegliche Berührungsängste war
in Spanien ein großer Kinohit und ist ein wahres Fest für alle Freunde
des gepflegten Durcheinanders.Samstag, 11. Mai 2013
Queens - Schwule Mütter ohne Nerven (Reinas)
Überdrehte spanische Farce von Manuel Gomez Pereira ("Die Last mit der
Lust"), der seine fünf Hauptdarstellerinnen Marisa Paredes, Carmen
Maura, Veronica Forque, Mercedes Sampietro und Bettiana Blum als
attraktiv-provokante, reife Frauen präsentiert und eine Lanze für
aufregenden Sex auch im fortgeschritteneren Alter bricht. Die Verbeugung
vor Spaniens Regiemeister Pedro Almodóvar - bei dem Paredes, Maura und
Forque tragende Rollen spielten - erreicht einen komischen Höhepunkt,
wenn Paredes' Schauspielerin mit "Almodóvars Maura" verwechselt wird.
Dieser bunte und überdrehte Slapstick ohne jegliche Berührungsängste war
in Spanien ein großer Kinohit und ist ein wahres Fest für alle Freunde
des gepflegten Durcheinanders.Sonntag, 28. April 2013
Hamam - Das türkische Bad
Regisseur Ferzan Ozpetek schafft mit seinen atmosphärischen Bildern
der türkischen Hauptstadt und gutem Gespür für die Besetzung der Rollen
eine anziehende Geschichte von der Entdeckung des Zustandes persönlichen
Glücks. Er erzählt von dem sich-Zeit-nehmen, dabei sein eigenes Tempo
zu finden und sich von einer Gemeinschaft auffangen zu lassen. Das
sensible, detailgenaue Drama handelt zum einen vom Zusammenprall
zweier Kulturen, zum anderen vom sexuellen Erwachen eines
italienischen Karrieristen. Vor dem Hintergrund der
Millionenmetropole Istanbul entsteht so ein mysteriöses,
emotionsgeladenes Porträt einer für westliche Augen fremdartigen
Welt. Ein auch optisch überzeugendes Film-Juwel, das Cineasten
begeistert annehmen werden.Samstag, 20. April 2013
Frühstück mit Scot
Samstag, 13. April 2013
Die Abenteuer des Sebastian Cole
"Die Abenteuer des Sebastian Cole" ist eine gut beobachtete, stimmungsvolle Coming-of-Age-Tragikomödie der ambitionierten Sorte. Regisseur Tod Williams beschreibt in seiner Geschichte
die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, wenn elterliche Vorbilder
fehlen und sonstige Identifikationsfiguren auch nur begrenzt vorhanden
sind. Dass der Film so gut funktioniert liegt neben der soliden
Inszenierung und der ungewöhnlichen Geschichte vor allem an den
beiden charismatischen Hauptdarstellern, Adrian Grenier als Sebastian und Clark Gregg als Hank Alias Henrietta. Adrian Grenier verkörpert den sensiblen Schüler mit Leib und Seele, immer sympathisch und nachvollziehbar. Auch Clark Gregg bringt
seine Rolle mit viel Gefühl auf die Leinwand und überzeugt sowohl
als Mann, wie auch als Frau.Samstag, 30. März 2013
Das Ende des Regenbogens
Der 1979 als Debütfilm entstandene Film „Das Ende des Regenbogens“ von Uwe Friessner überzeugt durch seine raue und realistische Story. Das Milieu wird eindringlich und ohne allzu viele Klischees geschildert und auch, wenn einige Dinge durch den zeitlichen Abstand betrachtet, etwas lächerlich wirken, so hat der Film wenig von seiner Aktualität verloren. Der Film ist mit Schauspielern wie Heinz Hoenig und Udo Samel sehr gut besetzt, insbesondere der junge Thomas Kufahl glänzt in seiner Rolle als Stricher Jimmi, und verleiht dem Film eine schier unglaubliche Authentizität. Zudem gibt die schnörkellose Kameraführung und die geradlinige Inszenierung dem Film einen dezenten Dokumentar-Hauch, der sich aber niemals auf die cineastische Qualität auswirkt, sondern eher noch die eindringliche Wirkung des Films verstärkt.Donnerstag, 21. März 2013
Get Real - Von Mann zu Mann
Samstag, 23. Februar 2013
Ich, Tomek
"Ich, Tomek" skizziert unspektakulär aber kompromisslos die Geschichte eines Jugendlichen, der von seinen Bezugspersonen ignoriert, eine Karriere vom Stricher zum Kriminellen durchläuft. Regisseur Robert Glinski erzählt die Entwicklung von Tomek, dem aufgeweckten Sternenkucker, zum Swinka, einem Schweinchen – Umgangssprache für jemanden, der sich verkauft – vielleicht ein wenig zu rasant. Vor allem den Part, in dem Tomek selbst zum korrupten Zuhälter wird. Filip Garbacz, der den Tomek mimt, fängt das geballte Tempo jedoch beachtlich ab, mit seiner eindringlichen und doch sehr zurückhaltenden Darstellung eines unschuldigen, 14-jährigen Grünschnabels mit zu viel Gel in den Haaren, der innerlich zerbricht und dadurch vom Verratenen zum Verräter wird.Donnerstag, 14. Februar 2013
The Stranger In Us (OmU)
Regiseur Scott Boswell erzählt mit diesem Film eine Geschichte über ausgelebte
Sexualität, Großstadteinsamkeit und das Loslassen von Partnerschaften,
die nur zur Verdammnis taugen. Jeder will raus, alle wollen geliebt werden. So simpel, so gut – Boswell
erzählt authentisch, hat gute Darsteller gefunden und zeichnet seine
Figuren nicht schwarzweiß. Anthony, der Nachwuchsschriftsteller, nervt anfangs durch seine
Schwäche, aber er macht eine Entwicklung durch. Der hübsche Stricher Gavin tritt eher einen
Gang zurück am Ende, was man schade finden kann, vielleicht hätten die
beiden auch... Aber genau diese Flüchtigkeit ist es, die Boswells Debüt so
greifbar, so glaubwürdig macht. Das Glück liegt längst nicht mehr auf
der Straße. Oder wie Gavin es so bewegend erkennt: „Man muß sich so
verdammt viel selbst beibringen!“Samstag, 19. Januar 2013
Alex und der Löwe
So richtig viele schwule Filme kommen nicht aus Deutschland, was
vielleicht daran liegt, dass man diesem Genre nicht sonderlich viel
zutraut. "Sommersturm“ bewies eindrucksvoll, dass es auch anders geht und solche
Filme, wenn sie denn richtig gedreht werden, durchaus auch das Potential haben ihr Publikum zu finden. André Schneider, der hier den Alex spielt, schrieb auch das Drehbuch und
fungierte als Produzent. Vor allem das Skript zeigt, wie kreativ und
urkomisch man heute arbeiten kann. Hier kann man bei herrlich vielen
Szenen wunderbar lachen. Besonders Udo Lutz, der Darsteller des tuntigen Tobi, ragt positiv heraus. Auch wenn Kameraführung und Besetzung bei einigen Kritikern denkbar schlecht wegkommen ist "Alex und der Löwe" kurzweiliges, pointiert gedichtetes, international konkurrenzfähiges Gay
Cinema aus deutschen Landen.Mittwoch, 26. Dezember 2012
The Boys Of St. Vinvent - Schrei nach Hilfe (Teil1)
Sonntag, 16. Dezember 2012
The Houseboy - Drei sind zwei zuviel (OmU)
"The Houseboy" ist eine Very-Low-Budget-Produktion, die sich authentisch und realitätsnah auch mit dem Thema Einsamkeit und Depression eines homosexuellen, jungen Mannes auseinandersetzt. Der Indie-Streifen spielt bezeichnender Weise ausgerechnet in der Weihnachtszeit. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen Mannes, der als "Spielzeug" eines langjährigen schwulen Paares von seinen Liebhabern über Weihnachten in deren Wohnung als Housesitter zurückgelassen wird. Entstanden ist eine liebenswerte, warmherzige Geschichte, welche die Suche des jungen Mannes nach Freundschaft und Nähe erzählt. Die jungen, unverbrauchten Darsteller liefern einige für die Altersfreigeabe ungewöhnlich freizügige Szenen, letztendlich ist "The Houseboy" aber doch ein Film, der durch seine Realitätsnähe zu Herzen geht.
Dienstag, 4. Dezember 2012
Permanent Residence (OmU)
Donnerstag, 22. November 2012
Noordzee Texas (OmU)
Bavo Defurnes Spielfilmdebüt ist "kein hartes Sozialdrama über einen vernachlässigten Jungen". Der belgische Regisseur will "die Zuschauer durch Schönheit berühren". Und das gelingt ihm auf nahezu magische Weise. Held der Geschichte ist der 15-jährige Pim, der sich in den attraktiven Nachbarsjungen Gino verliebt, während er von seiner Mutter - einer früheren Schönheitskönigin, die nachts in Kneipen Akkordeon spielt und sich mit den Gästen amüsiert - oft allein gelassen wird. Die Bilder dieses zarten, im stimmungsvollen Retro-Look inszenierten Films erinnern in manchen Szenen an amerikanische Roadmovies. In der behutsamen Inszenierungsweise Defurnes, und seinem unverkennbarem Blick für schöne Details und ausdrucksstarke Bilder, ein wunderschöner Coming-Out-Film.Sonntag, 18. November 2012
Michael
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