Donnerstag, 30. Mai 2013

Binyag - Verlorene Unschuld (OmU)

Binyag-Verlorene Unschuld von Regisseur Mico S. Jacinto erzählt die Geschichte des etwas naiven jungen Philippinos Leo, der in der großen Stadt Manila seine Träume erfüllen möchte und schlussendlich unter die Räder kommt. Regisseur Jacinto thematisiert die schwule Sex-Industrie von Manila, die junge Männer mit falschen Versprechungen anlockt, im Akkord verheizt und anschließend nach Gebrauch wieder wegwirft. Jacinto zeigt unberührte Naturkulissen und das Treiben in der Großstadt in schönen und geschmackvoll-eingefangenen Bildern. Die Mischung aus schwulem Softsex und sozialkritischer Story mag für westliche Zuschauer etwas seltsam wirken, ist aber anscheinend für die philippinische Indie-Filmindustrie ein gängiges Mittel, diese traurige Thematik in die Öffentlichkeit zu tragen.

Samstag, 11. Mai 2013

Queens - Schwule Mütter ohne Nerven (Reinas)

Überdrehte spanische Farce von Manuel Gomez Pereira ("Die Last mit der Lust"), der seine fünf Hauptdarstellerinnen Marisa Paredes, Carmen Maura, Veronica Forque, Mercedes Sampietro und Bettiana Blum als attraktiv-provokante, reife Frauen präsentiert und eine Lanze für aufregenden Sex auch im fortgeschritteneren Alter bricht. Die Verbeugung vor Spaniens Regiemeister Pedro Almodóvar - bei dem Paredes, Maura und Forque tragende Rollen spielten - erreicht einen komischen Höhepunkt, wenn Paredes' Schauspielerin mit "Almodóvars Maura" verwechselt wird. Dieser bunte und überdrehte Slapstick ohne jegliche Berührungsängste war in Spanien ein großer Kinohit und ist ein wahres Fest für alle Freunde des gepflegten Durcheinanders.