Montag, 20. April 2015

Im Namen des...

Der "Teddy-Award" ist seit dem Jahr 1992 ein offizieller Bestandteil der Berlinale. Diese Auszeichnung wird seitdem für die besten Filme mit schwul/lesbischen Themen verliehen. 2013 wurde dieser Preis an den polnischen Film „Im Namen des...“, vergeben, der die Geschichte eines homosexuellen katholischen Priesters beschreibt. Der Film versteht sich als Aufforderung an die katholische Kirche zu mehr Toleranz. Regisseurin Małgośka Szumowska gelingt mit ihrem Wettbewerbsbeitrag ein eindringlicher Film, der nie zur moralistischen Plattitüde verkommt. „Im Namen des...“ ist ein zutiefst menschliches Plädoyer für sexuelle Toleranz, der das schwierige Thema Homosexualität und Religion überzeugend aufgreift, und so einen überaus authentischen und wichtigen Beitrag zu einer Debatte darstellt, die nicht nur im streng katholischen Polen noch lange nicht enttabuisiert ist.