Samstag, 31. Oktober 2015

La mala Educación - Schlechte Erziehung

„La Mala Educación“ besticht durch seine einfühlsam erzählte Geschichte und die wandelbaren Schauspieler, allen voran Gael García Bernal, der sich sogar durch eine dreifache Rolle hervortut. Unglaublich, wie der Mexikaner vom jungen Muskelprotz zum wimpernklimpernden Transvestiten wird. Eine großartige schauspielerische Leistung, die auch von Kostüm und Make up mitgetragen wird. Das Drehbuch beruht teilweise auf autobiografischen Tatsachen des Regisseurs Almodovar, der selbst eine katholische Jungenschule besuchte und dort mitbekam, wie einige Mitschüler von Geistlichen belästigt wurden. Dennoch soll der Film keine Abrechnung mit der katholischen Kirche darstellen, sondern die Behandlung eines oftmals totgeschwiegenen Themas. „La Mala Educación“ hebt sich klar von der Unterhaltungsindustrie in Hollywood ab und stellt sich - ohne den moralischen Zeigefinger zu heben - mit Einfühlungsvermögen und Tiefgang dem komplexen Thema.