Mittwoch, 29. Juni 2011

Der Dorflehrer

In grandiosen Bildern fängt der international renommierte Regisseur Bohdan Sláma zwei verletzliche, melancholische Charaktere und die warmherzige Geschichte ihrer romantischen Freundschaft ein. Sláma gelang eine wunderschön gefilmte, beeindruckend gespielte und tief bewegende Geschichte über zwei Menschen, die sich innig nach Liebe sehnen und doch nicht zusammen kommen können. Es ist ein Film, dessen Ende ein klein wenig vorhersehbar ist, was seine Kraft und Wirkung aber nicht schmälert. Was den Film auszeichnet, ist die Tatsache, dass er kein einfaches dynamisches Dorfgefüge bietet, sondern das Leben mit all seinen komplexen Elementen darstellt. So muss man dem Film zuallererst zugute halten, dass er sehr realistisch ist und es dieser Realismus ist, der den Zuschauer in den Bann zieht.


Kurzbeschreibung:
Der junge Petr kehrt der Großstadt den Rücken, um auf dem Land eine Stelle als Dorflehrer anzunehmen. Im idyllisch gelegenen Dorf lernt er die junge Witwe Marie kennen, die zusammen mit ihrem 18jährigen Sohn einen Bauernhof bewirtschaftet. In den sonnenüberfluteten Feldern Böhmens entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Sie akzeptieren einander mit all ihren Zweifeln, Hoffnungen und ihrer Sehnsucht nach Liebe. Doch während Marie sich von dieser Freundschaft bald mehr erhofft, reagiert der Lehrer zurückhaltend. Seinen Schülern lehrt Petr, nur wer die Natur versteht, könne auch sich selbst verstehen. Doch als Petr eines Tages von einem Freund aus der Stadt besucht wird, ist schnell klar, dass er selbst sich weder seiner Natur noch seinen Gefühlen sicher ist. Mit Eifersüchteleien setzt Petrs Freund eine Reihe von Ereignissen in Gang, die die Leidensfähigkeit des Lehrers, wie auch die Maries und ihres Sohns bis zum Äußersten ausreizen. Petrs Unentschiedenheit, seine Zerrissenheit zwischen Vernunft und Verlangen, zwischen Geist und Natur stellen die Freundschaft zu Marie auf eine harte Probe.
























  • Darsteller: Pavel Liska, Zuzana Bydzovska, Marek Daniel
  • Regisseur: Bohdan Sláma
  • Komponist: Vladimír Godár
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Tschechisch (Dolby Digital 2.0)
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 2. April 2010
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 116 Minuten


Der Trailer zum Film:





Fazit:
Fesselndes Kino über die Suche nach sexueller Identität, über Verlangen, Verantwortung und Vergebung.


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Mehr Infos zum Film gibt es hier und hier und hier  
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1 Kommentar:

Axel Hoeber hat gesagt…

Originaltitel "Venkovky ucitel"
Ein toller Film aus Tschechien, wo ich oft hinfahre....
In Tschechien ist man vor allem auf dem Lande noch sehr konservativ..
Selbst in größeren Städten gibt es bis jetzt noch keinen CSD...
Daher wird dieser Film dort sicher auch einiges bewirken, bzw. Diskusssionen auslösen...
In Tschechien wird man aber auch leicht in einer Gemeinschaft aufgenommen..
Unter www.axel.hoeber.site.ms
ist eine ähnliche Geschichte zu finden...
Es ging mir fast ebenso...
Gruß von Axel Höber