Sonntag, 16. Januar 2011

Vier Fenster

Der Film "Vier Fenster" zeichnet ein erschreckend lebensnahes und fesselndes Psychogramm einer vierköpfigen Berliner Kleinfamilie, und liefert dabei recht beklemmende Einsichten, auch in die intimsten Geheimnisse der vier Hauptfiguren. Regisseur Christian Moris Müller und Kameramann Jürgen Jürges, der schon mit Fassbinder drehte, vermitteln in teils quälend langen Einstellungen und Dialogpausen die sprachlose Hilflosigkeit der vier Protagonisten, die sich im Grunde völlig auseinandergelebt haben und dennoch unsichtbar miteinander verbunden sind. Dabei wird auf ernüchternde Weise ihre Isolation in ihrer Gemeinschaft deutlich. Der Abschlussfilm Christian Moris Müllers an der Hochschule für Film und Fernsehen München wurde in Saarbrücken in der Sparte "neuer, innovativer Film" ausgezeichnet.


Kurzbeschreibung:
Der Film spielt in Berlin am Potsdamer Platz. Die Hauptakteure sind die vier Mitglieder einer Kleinfamilie, bestehend aus Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Kern der Geschichte sind die verborgenen Wünsche und Sehnsüchte der Akteure, ihre Sprachlosigkeit, ihre unausgesprochenen Verletzungen und ihre menschliche Sehnsucht nach Zärtlichkeit.


Der Geschichte wird in vier Kapiteln mit Prolog und Epilog erzählt. Der Regisseur folgt nacheinander dem Sohn, dem Vater, der Tochter und der Mutter. Der Sohn der Kleinfamilie, gespielt von Frank Droese, hat zu Beginn in einem Pornoschuppen unpersönlichen Sex mit einem Fremden, der ihn dabei nicht küssen will. Der Familienvater, gespielt von Thorsten Merten, ist in seine eigene Tochter verliebt. Wenn er seine Frau küsst, denkt er heimlich an die Tochter. Theresa Schulze spielt die Tochter, die ziellos durch die U-Bahn irrt um sich dort älteren Männern anzubieten. Die Mutter, gespielt von Margarita Broich, durchlebt ihre Wechseljahre, indem sie von vergangenen guten Zeiten träumt. In ihrer eigenen Welt wandelnd umarmt sie ihre Tochter, die voller Zorn ist. Sie tanzt spontan mit sich allein, entlockt dem Hausmeister einen Kuss und beschäftigt sich mit der Frage wie straff ihre Brüste noch sind. Sie masturbiert und versucht ihren Mann wieder für sich zu gewinnen.
“Schaffen wir’s noch?” fragen sich die Kinder am Ende des Films, während sie dem Bus nachlaufen. Mit dieser mehrdeutigen Frage in der Schlußszene schließt der Film ab und lässt das Ende der Geschichte offen.


















  • Darsteller: Margarita Broich, Frank Droese, Thorsten Merten, Theresa Scholze
  • Regisseur: Christian Moris Müller
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Deutsch (Stereo)
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: absolut Medien GmbH
  • Erscheinungstermin: 16. Mai 2008
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 79 Minuten

    Weitere Infos: http://www.vierfenster.de/

    Der Trailer zum Film:




    Fazit
    Packendes Psychogramm einer Berliner Durchschnittsfamilie


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