Samstag, 29. Januar 2011

Mein wunderbarer Waschsalon

Homosexualität, politisch motivierte Gewalt und Ausländerfeindlichkeit: Der Film plädiert durch die Darstellung sozialer Spannungen mit viel Poesie und bissigem Humor für eine humane und tolerante Gesellschaft. Unaufdringlich und mit feinem Blick präsentiert der britische Regisseur Stephen Frears mit seinem Film eine der populärsten und salzigsten Satiren auf das England der Thatcher-Jahre und zeigt, was es heißen kann, als Ausländer im Großbritannien dieser politischen Ära zu leben. Der Schauspieler Daniel Day Lewis sorgte mit seiner Darstellung des arbeitslosen Johnny für Aufsehen, nicht zuletzt, weil er fast zeitgleich in einer völlig anderen Rolle in "Zimmer mit Aussicht" überzeugte. Die erotischen Szenen wurden dezent und unaufdringlich eingeflochten, eine der romantischsten Schwulengeschichten des Kinos der 80er.



Kurzbeschreibung:
Omar ist ein gut aussehender junger Pakistaner, der in London aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Bisher hat er seinem verwitweten und dem Alkohol verfallenen Vater im Haushalt geholfen. Jetzt aber besorgt "Papa", der in Pakistan einst ein erfolgreicher sozialistischer Journalist war und in England nie eine Chance hatte, seinem Sohn einen Job: Omar wird Autowäscher in der Parkgarage seines reichen Onkels Nasser. Der erfolgreiche Geschäftsmann schließt den Jungen in sein Herz, fördert und ermutigt ihn und bietet ihm schließlich die Führung eines - wenn auch schäbigen - Waschsalons in der Vorstadt an.
Omar ergreift die Gelegenheit und holt seinen englischen Jugendfreund Johnny mit ins Boot, der allerdings einen etwas unglücklichen Hintergrund hat: Er sympathisiert mit Ausländerfeinden. Aus dem öden Waschsalon wird bald ein wahrer Palast mit bunten Leuchtreklamen, Spielautomaten, Videofilmen und Musik. Vor dem Hintergrund von Ausländerfeindlichkeit und Armut, in der heruntergekommenen Londoner Vorstadt, entwickelt sich aus der Freundschaft zwischen Omar und Johnny eine zärtliche Liebesbeziehung mit eigenen Werten und Gesetzen.




















  • Darsteller: Gordon Warnecke, Daniel Day-Lewis, Saeed Jaffrey
  • Regisseur: Stephen Frears
  • Komponist: Ludus Tonalis, Stanley Myers
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Kinowelt GmbH
  • Erscheinungstermin: 5. August 2010
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 89 Minuten


Der Trailer zum Film:
( leider nur in Englisch verfügbar )




Mehr von Omar und Johnny:
( leider nur in Englisch verfügbar )



Fazit:
Bissiger Apell für Toleranz mit subtilen erotischen Momenten. Sehr sehenswert.


Diesen Film gibt es hier zu kaufen und hier zum ausleihen


Mehr Infos zum Film gibt es hier und hier und hier 

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1 Kommentar:

MuenchensMuenchner hat gesagt…

Dieser Film spiegelt auf teils satirische, teils groteske und auch brutale Art und Weise die Probleme von Ausländern und Einheimischen in der "heilen" Welt der einheimischen Rassisten wider. Jedoch steht dabei eine schwule Beziehung zwischen einem Pakistani und einem Inländer im Mittelpunkt des Geschehens, wobei beide in der Waschsalon-Branche Fuß fassen wollen, gepaart mit absurden Verstrickungen. Insgesamt kommt eine Spur Erotik nicht zu kurz.