Montag, 19. September 2011

Westler

Wieland Speck, Leiter des Panoramas der Berlinale, inszenierte diesen außergewöhnlich zärtlichen Liebesfilm bereits schon im Jahr 1985, zum Teil mit versteckter Kamera im Osten Berlins. Der Film gilt als ein Höhepunkt des deutschen schwulen Films, wobei es in Westler beileibe nicht nur um homosexuelle Liebe geht. Vielmehr geht es um ein System, das Menschen, politische Weltanschauungen und nicht zuletzt Alte von Neuer Welt trennt. Der Film erzählt die Geschichte des West-Berliners Felix, der sich bei einem Tagesbesuch mit einem amerikanischen Bekannten in den Ost-Berliner Thomas verliebt. Westler zeichnet sich insbesondere aus durch sein für die Zeit realistisches Portrait einer homosexuellen Beziehung unter schwierigen Umständen und durch die heimlich gefilmten Szenen in Ost-Berlin.



Kritiken:
„Ein Film über eine im mehrfachen Sinne "Liebe zwischen den Systemen"; er versucht, die Berliner Mauer nicht nur als Hindernis zwischen Menschen und politischen Blöcken zu beschreiben, sondern auch als Grenzlinie zwischen Alter und Neuer Welt.“
Lexikon des Internationalen Films

„Teilweise ohne offizielle Drehgenehmigung und deshalb mit versteckter Kamera gedreht erhält die geteilte Stadt Berlin eine unwirkliche, fremde Atmosphäre, als wären wir in Hongkong oder Singapur. Man fühlt sich in die Rolle eines Zoobesuchers versetzt, den man bestaunen läßt unter welchen Bedingungen irgendwelche Wesen in einer ganz anderen Welt leben.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die Liebesgeschichte zwischen den jungen Männern ist äußerst angenehm, unaufdringlich und unjämmerlich selbstverständlich gespielt. Zum Teil tatsächlich mit versteckter Kamera an original DDR-Schauplätzen gefilmt ist WESTLER eine der wenigen deutschen Produktionen, die sich lohnt!“
TAZ



Kurzbeschreibung:
Bei einem Besuch in Ost-Berlin lernt der aus Los Angeles nach West-Berlin zurückgekehrte Felix in den achtziger Jahren den schwulen Gelegenheitsarbeiter Thomas kennen. Einmal pro Woche können sie sich für fünf Stunden treffen. Gemeinsam wollen sie nach Prag reisen. Aus Liebe zu Felix ist Thomas fest entschlossen, über Prag in den Westen zu fliehen, Felix warnt ihn vor der Flucht und ihren Konsequenzen.....


























  • Darsteller: Sigurd Rachman, Rainer Strecker, Andi Lucas
  • Regisseur: Wieland Speck
  • Komponist: Engelbert Rehm
  • Format: HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Stereo)
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Salzgeber & Co. Medien GmbH
  • Erscheinungstermin: 16. Oktober 2000
  • Produktionsjahr: 1985
  • Spieldauer: 94 Minuten


Trailer: 





Fazit:
Eine schwule Liebesgeschichte aus einer Zeit, in der eine Mauer Freunde, Familien und Paare voneinander trennte.


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Mehr Infos zum Film gibt es hier und hier 

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