Freitag, 5. Oktober 2012

Amphetamin (OmU)

In seinem dritten und gewohnt bildgewaltigen Spielfilm zelebriert Hongkongs kontroverser Regiekünstler Scud  vor eleganten City-Kulissen eine einfühlsame Liebesgeschichte zwischen zwei schönen, jungen Männern, die außer erotischem Verlangen füreinander zunächst wenig zu verbinden scheint. Psychosen, Drogen und Todesfälle schaffen  Dramatik, Stürze aus großer Höhe sind die Metapher der Stunde, und die verspielte Inszenierung verträgt sich gut mit der verträumten Note des Films. Die Atemlosigkeit, mit der Scud von den brüchigen und hybriden Existenzen erzählt, transportiert vor allem ein Lebensgefühl – das der Rauschhaftigkeit und Vergänglichkeit, der Flexibilisierung als Folge der Globalisierung, die aus allen Menschen Mischwesen macht, die sich beinahe jeder Identität und Identifizierbarkeit entziehen.



 Kurzbeschreibung:
Im Chinesischen besitzt das Wort "Amphetamine" noch eine weitere Bedeutung, nämlich: "Ist dies nicht sein Schicksal?". Von ihm wird in diesem leidenschaftlichen Drama ein junger Fitnesstrainer namens Kafka eingeholt. Kafka – so schön wie Michelangelos David – arbeitet nebenher als Kampfsportkünstler und Botenjunge. Nur mithilfe mehrerer Jobs kann er seine kranke Mutter finanziell unterstützen.

Eines Nachts – es ist dieselbe Nacht, in der er sich von seiner Freundin May getrennt hat – lernt Kafka den hübschen jungen Finanzmanager Daniel (THOMAS PRICE) kennen. Daniel ist aus Australien nach Hongkong zurückgekehrt. Daniel umwirbt Kafka sehr heftig, und Kafka gibt diesen Avancen nach – weil er einsam ist und sich nach Liebe sehnt. Die beiden Männer sind davon überzeugt, dass ihre Liebe alles überbrücken kann, was sie voneinander unterscheidet, ihre gesellschaftliche Stellung ebenso wie die Drogensucht.

Daniel hat keinen Grund, seine bedingungslose Liebe zu Kafka zu bedauern. Kafka versucht sie zu erwidern, indem er diese Art der Liebe, die ihm nicht in die Wiege gelegt wurde, akzeptiert. Doch dann kompliziert eine furchtbare Erinnerung an die Vergangenheit die Situation. Wenn schon die Sucht nach Amphetaminen tödlich ist, dann ist die Sucht nach Liebe noch viel schicksalhafter. Der lange, schwierige Weg führt Kafka schließlich zu sich selbst...



































  • Darsteller: Thomas Price, Byron Pang, Winnie Leung
  • Regisseur: Scud
  • Format: Anamorph, PAL
  • Sprache: Kantonesisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch 
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Pro-Fun Media
  • Erscheinungstermin: 19. November 2010
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 97 Minuten

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    Trailer:




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    Ampetamin making-of:





    Fazit:
    Bildgewaltig inszeniertes Drama um Drogensucht und Liebe
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    Mehr Infos zum Film gibt es hier und hier und hier  
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